Zu Ostern geht’s mal nach Ostern!

Kein anderes Fest hat deutsche Ortsnamen so geprägt wie Ostern – oder war’s die Himmelsrichtung Osten? Es gibt Osterdeich, Osterstedt, Osterzell, Osterwald und so weiter. Osterhausen bei Eisleben und Ostereistedt in Niedersachsen führen sogar ein Osterhasen-Postamt. Und was einfach nur Ostern heißt, ist ein bayerisches Dörfchen in der Nähe vom Schloss Neuschwanstein. »Es ist deutschlandweit der einzige Ort, der wirklich wie das Fest heißt«, sagt Irmengard Burkart, Sprecherin der Gemeinde Halblech, zu der dieser Ortsteil gehört. »Auch wenn es keine Aktionen zum Osterfest gibt, der Ort ist trotzdem wunderschön, um sich dort an den Ostertagen aufzuhalten«, versichert Burkart. Die grüne Landschaft mit Bergpanorama lade geradezu ein zu einem Osterausflug, denn hier genießen Osterhasen den Ausblick auf Forggensee und Ammergauer Alpen. Neben dem kleinen Weiler mit seinen fünf Bauernhöfen, vielen freilaufenden Hühnern und mehr Kühen als die 18 Einwohner gibt es weitere 14 Orte oder Gemeindeteile im Allgäu, die mit dem Wort »Oster« anfangen. Vermutlich ist der Name keltischen Ursprungs und bezieht sich auf »Osterra«, die Frühlingsgöttin.