Zu Gast im Dschungelbuch – Costa Rica (2/3)

Von der Reggae-Bar „Stanford’s“ in Puerto Viejo hat man den besten Blick auf das waghalsige Treiben an der Salsa Brava, dem weltberühmten Surf-Hotspot. „Die sind verrückt“, murmelt ein alter Haudegen an der Theke, als sich ein Surfer von einem Jetski auf eine rund acht Meter hohe Welle ziehen lässt. „Wenn du da stürzt, haut dich das Riff in tausend Stücke.“ Der Mann mit der ledrigen Haut stellt sich als „Captain Zero“ vor. Über den Lebenskünstler wurde schon der Bestseller-Roman „Auf der Suche nach Captain Zero“ geschrieben und ein Dokumentarfilm gedreht. Seine lebenslange Suche nach der perfekten Welle hat ihn an den Strand von Puerto Viejo gespült, wo er als Dinosaurier der Bewegung sich heute von den jungen Wilden feiern lässt.

FRISCHES AUF DEM TISCH

Wir kommen ins Gespräch, und er begleitet uns ins „KOKi Beach“, eines der besten Restaurants vors Ort. Auch kulinarisch ist Costa Rica bunt: „Ceviche“ – roher, in Zitronensaft marinierter Fisch – gehört ebenso zum Angebot wie „Chifrijo“ – Schweinefleisch in Tortilla-Bowls mit Avocado und Pico de Gallo oder Huhn mit Curry- oder Chili-Fruchtsaucen. Während wir uns diese Köstlichkeiten schmecken lassen, erzählt er uns von seinem wilden Leben und seiner grünen Wahlheimat.

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Costa Rica ist seit den 1970er-Jahren ein beliebtes Aussteiger- und Urlaubsziel von US- Amerikanern. Den Spitznamen „Die Schweiz Zentralamerikas“ verdankt das militärfreie Land nicht nur seiner vergleichbaren Größe, der politischen Neutralität und Stabilität, sondern auch dem bergigen Binnenland, dessen Gipfel bis zu 3.800 Meter reichen. Dahin zieht es uns die nächsten Tage: Der aktive, rund 1.600 Meter hohe Vulkan Arenal mit seinen heißen Thermalquellen gehört zu den größten Touristenattraktionen des Landes.

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