Zu Gast im Dschungelbuch – Costa Rica (1/3)

Im Osten die Karibik, im Westen der Pazifik – und dazwischen Vulkane, Berge und Regenwälder: Costa Rica ist ein Abenteuerspielplatz. Eine adrenalingeladene Reise durch das kleine Ökoparadies in Mittelamerika.

Wer nach der langen Anreise in dem entlegenen Hippie-Dorf Puerto Viejo de Talamanca an

der Karibikküste Costa Ricas ankommt, macht zunächst nur akustische Bekanntschaft mit der reichen Tierwelt des Landes. Sobald die Sonne untergeht, erklingt in der ursprünglichen Landschaft mit ihren kleinwagengroßen Farnen ein Orchester aus Grillenzirpen, Vogelgezwitscher und Froschquaken. Und als Tusch ertönen die Brunftschreie der Brüllaffen aus dem Schutzgebiet Gandoca-Manzanillo. Ein lautstarkes Naturkonzert, das erst ab der dritten Nacht wie ein Schlaflied wirkt.

KLEINES LAND, GROSSE VIELFALT

Costa Rica gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. 5 Prozent der weltweiten Flora und Fauna sind hier beherbergt, rund ein Drittel der Landesfläche steht unter Naturschutz. Schon am nächsten Morgen bekommen wir davon auch visuell eine Ahnung: In einem Baum baumelt ein Faultier, in dem anderen turnen zwei Kapuzineraffen, und auf den wilden Orchideen nehmen tellergroße Schmetterlinge Platz. Während wir dieses Schauspiel beobachten, wird unser Frühstück serviert: „Gallo Pinto“ – Herzhaftes aus Bohnen, Reis, Eiern und Kochbananen. Dazu ein aromatischer Kaffee aus dem „Grano de Oro“ – dem „Goldkorn“, wie die Bohne hier liebevoll und ehrfürchtig genannt wird.

Mit dem Fahrrad machen wir uns auf, die Badestrände der Umgebung zu erkunden. Die Playa Grande von Manzanillo zählt neben der Punta Uva zu den schönsten naturbelassenen Stränden der Karibik. Zu Recht: schneeweißer Sand, türkisblaues, mollig warmes Wasser, über dem sich windschiefe Kokospalmen biegen. Ein Riff lädt zu Schnorcheltouren ein und schützt vor dem ungewöhnlich hohen Wellengang an diesem Tag.

Foto: GettyImages