Weltoffenes Breslau

Reich an Kultur, weltoffen und modern: So präsentiert sich Breslau (Wrocław) auch noch drei Jahre nach dem Europäischen Kulturhauptstadtjahr. Spektakuläre Neubauten wie das Nationale Forum für Musik fügen sich in die geschichtsträchtige Kulisse der Domstadt an der Oder ein. Die quirlige Studentenstadt mit den vielen Inseln, Brücken und charmanten Cafés ist touristisch noch ein echter Geheimtipp. Infos: https://visitwroclaw.eu/de

ALTSTADT Der Rynek, der mittelalterliche Marktplatz mit dem gotischen Rathaus und den prächtigen Bürgerhäusern, zählt zu den schönsten Plätzen Polens. In den Kneipen und Cafés pulsiert bei Tag und Nacht das Leben. Wahrzeichen der Stadt ist der Breslauer Dom auf der Insel Ostrów Tumski, die mit ihren Kirchen, Gässchen und dem alten Kloster wie aus der Zeit gefallen scheint. Hier bringt abends noch immer ein Nachtwächter die Gaslaternen zum Leuchten.

KULTUR Im Nationalmuseum begeistert vor allem das monumentale Panorama von Racławice. Neun Monate lang arbeiteten mehrere Künstler an dem 114 Meter langen und 15 Meter hohen Gemälde, das den Sieg der Polen über die Russen 1794 darstellt. Musikliebhaber zieht es im Spätherbst zum alljährlichen Musikfest »Wratislavia Cantans«. Ein besonderes Vergnügen bereitet die Suche nach den bronzenen Zwergen, die überall in der Stadt an die Oppositionsbewegung »Orange Alternative« in den 1980er-Jahren erinnern.

TREFFPUNKTE An der Oder-Insel Wyspa Słodowa liegen schwimmende Bars vor Anker, die den Blick auf gigantische Street-Art-Kunstwerke freigeben. Nachts ist das Neon-Museum mit Bar einen Besuch wert, wo in einem Innenhof alte Neonreklamen von den Fassaden leuchten. Früher Treffpunkt der Oppositionellen und heute der Kreativen ist die Milchbar »Barbara«. Intellektuelle treffen sich im »Café Literatka« am Rynek.