Streifzüge durchs »Quartier der Götter«

Mit diesem poetischen Namen schmückt sich die Plaka, das historische Zentrum Athens an einem Hang unterhalb der Akropolis. Ein Spaziergang durch enge, kopfsteingepflasterte Gassen führt vorbei am ältesten Wohnhaus Athens aus dem 16. Jahrhundert, an byzantinischen Kirchen, Cafés, familiengeführten Tavernen und Souvenirläden – häufig mit Blick auf die Akropolis. Der Zugang zum Wahrzeichen Athens sieht aus wie eine antike Straße, aber hier wurde erst 1958 uraltes Handwerk nachempfunden. Das Labyrinth der gekalkten Häuschen des Anafiotika-Viertels ist wie ein Besuch auf den Kykladen, weil es von Bauhandwerkern der Insel Anafi gegründet wurde. Sehenswert ist auch die Kirche Agios Nikolaos Rangavas, ihre verwitterte Fassade passt so gar nicht zur üppigen Ausstattung dieser Privatkirche byzantinischer Kaiser. Entspannung bieten schattige Cafés auf einem Platz am Rande der Plaka unter dem Akropolis-Felsen, wo das eigenwillige Lysikrates-Monument steht. In Athen liebevoll »Laterne des Diogenes« genannt, wurde es in schon zahlreichen Parks nachgebaut und krönt auch den Aussichtspavillon »Große Neugierde« an der Glienicker Brücke bei Berlin.

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