Segeltörn zwischen Wald und Wiesen

Keine großen Wellen, keine Dünung, kein Salz auf den Lippen und auch kein Möwengekreische. Dafür gibt es romantische Schilfgürtel und Fischadler. Verschlafene Dörfer und samtweiches Seewasser. Einsame Ankerplätze und kleine Jachthäfen.

»Einfach toll«, meint dazu ein Hochsee-Skipper, der zum ersten Mal auf den mecklenburgischen Seen unterwegs ist. Zwar sind es von der Binnenmüritz bis zur Kleinen Müritz nur zwölf Seemeilen, vor Brücken muss der Mast gelegt und im flachen Wasser das Kielschwert hochgekurbelt werden – aber das können sogar seine beiden Teenager-Töchter, die  nach anfänglicher Skepsis begeistert mit segeln. Etliche Seezeichen erleichtern die Navigation auch ohne elektronische Hilfsmittel. Umrahmt werden der große Müritzsee und die umliegenden Seen und Kanäle von charmanten Städtchen wie Röbel und Plau am See – oder Waren, dem »St. Tropez der Müritz« mit rund 250 Liegeplätzen. Zwar sind sie meistens von Motorschiffen und Hausbooten belegt, dennoch ist die Müritz auch ideal für Segler, die ein abwechslungsreiches Revier lieben und hier selbst in der Hochsaison für eher schmales Geld ein Boot chartern können.