Paradies für Genuss-Skitourer – Kärnten (2/4)

EIN BISSCHEN HILFE IST ERLAUBT

Und so lassen es Tourengeher in Kärnten bewusst entspannt angehen. Dabei sind sie praktisch ungestört. Lediglich vereinzelte Spuren verraten, dass man sich das als „Biosphärenpark“ ausgezeichnete Gebiet mit seinen Tiefschneehängen mit noch ein paar anderen Naturfreunden teilt. Die Tourengeher genießen die Einsamkeit und die Ruhe fernab des üblichen Pistenrummels, nutzen aber zugleich die Annehmlichkeiten der Skigebiete. Die Liftanlagen und Seilbahnen von Katschberg, Innerkrems, Turrach, Falkert und Bad Kleinkirchheim/ St. Oswald ersparen am Morgen einige Höhenmeter. „Das ist clever“, findet Bap Koller, der gerade die Felle für den nächsten Aufstieg unter seine Tourenski spannt. „So spart man Kraft und Zeit für mehr Abfahrtsspaß in diesem traumhaften Gelände“, erklärt der leidenschaftliche Skitourengeher. Er schätzt Kärnten und die Nockberge besonders wegen dieser Möglichkeit des „Ski-Resort-Hoppings“.

Als Ausgangspunkt für solch eine Tour bietet sich zum Beispiel der Katschberg an. Das familienfreundliche Skigebiet dort erreicht man bequem über die Tauernautobahn. 70 Pistenkilometer warten auf die Wintersportler. Und während Geschwindigkeits-Freaks schon morgens die „Direttissima“ hinabschießen – die „Kärtner Streif“ am Aineck mit bis zu 100 Prozent Gefälle! –, starten die Tourengeher ihren Tag im Sessellift nebenan. Kurze Zeit später lassen sie das überwachte Gebiet hinter sich und ziehen spielerisch Schwünge in den ersten Tiefschneehang auf ihrer Strecke. Den ersten von vielen, wohlgemerkt!

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