Königliche Zuflucht im Wattenmeer

Im Weltnaturerbe Wattenmeer vor der nordfriesischen Küste liegt Hallig Hooge. Ihre knapp sechs Quadratkilometer lassen sich bei einem Spaziergang in rund drei Stunden bequem umrunden. Dieses Eiland – wer eine Hallig als »Insel« bezeichnet, outet sich sofort als ahnungsloser Tourist – hat wenig mehr als 100 Einwohner. Sie verteilen sich auf zehn »Warften«, zum Schutz vor dem Wasser künstlich aufgeworfene Hügel. Ihren Nutzen wusste schon der Dänen-König Frederik VI. zu schätzen, als er hier bei der Februar-Flut 1825 im nach ihm benannten »Königspesel« übernachtete. Heute ist Hooge jedes Jahr Ziel von rund 90.000 Tages- und  45.000 Übernachtungsgästen. Sie alle schätzen die einzigartige Atmosphäre, die Weite, die frische Meeresluft, die Ausflüge ins Watt und den Kontakt zu Millionen Arten von Lebewesen: Muscheln, Wattwürmer, Seesterne, Fische, Vögel und Seehunde. Nachts leuchtet dazu ein riesiger Sternenhimmel wie auf dem offenen Meer. Hooge ist über den Fährhafen Schlüttsiel, von den Inseln Sylt, Föhr und Amrum oder auch mit dem eigenen Boot gut zu erreichen, Leihräder und Kutschen sorgen für bequeme, umweltfreundliche Mobilität.