Italiens Küche ist eine Reise wert

Für begeisternden Offensivfußball ist Italien erst seit der Europameisterschaft bekannt – für seine fantastische Küche aber schon seit Jahrhunderten. Weil jede Region besondere Produkte hervorbringt und weltberühmte Spezialitäten pflegt, braucht eine kulinarische Italienreise viel Zeit, auch wenn sie sich nur auf wenige Kostproben beschränkt: Neben Trüffeln dominieren im Piemont die Nuss- und Schokoladenspezialitäten, daher ist es kein Zufall, dass Turin zur Geburtsstadt von Nutella wurde. Pesto alla Genovese – aus Genua – veredelt Pasta oder Gnocchi und die Stadt Parma hat nicht nur dem luftgetrockneten Schinken, sondern auch dem Parmesan ihren Namen gegeben. Spaghetti Bolognese, hierzulande oft von würzbefreiter Hacksoße bedeckt, stammen zwar aus Bologna, haben aber mit den »Spaghetti ragù«, wie sie dort heißen, nicht einmal den Namen gemeinsam, vom Geschmack ganz zu schweigen. Inbegriff des Dolce Vita ist die Toskana, bekannt für ihre großen Rebsorten wie Chianti und Brunello, oder auch die idyllische Amalfiküste, wo die saftigsten Zitronen der Welt wachsen, die nicht nur für den populären Limoncello-Likör unverzichtbar sind.