Immergrünes Korfu (2/2)

EINTAUCHEN IN DIE VERGANGENHEIT

Wer das Achilleion besichtigen möchte, kommt am besten früh morgens vor dem ersten Besucheransturm. Danach lohnt ein Abstecher in die sieben Kilometer entfernte Inselhauptstadt Korfu. Mit ihren griechisch-orthodoxen und katholischen Kirchen, den kopfsteingepflasterten Gassen sowie venezianischen Häusern mit pastellfarbenen Fassaden zählt die Stadt seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zwei Festungen bewachen sie: einmal das alte Paleo Frourio mit einer mosaikgeschmückten Kapelle und einem Uhrenturm. Und die neue Festung auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Museum für Keramik, Fotografie, Malerei und Skulptur. Von den Festungen aus verteidigten die Einwohner ihre Stadt, etwa im 18. Jahrhundert gegen türkische Eroberungsversuche. Auch das sogenannte Geisterdorf Palia Perithia gehört zu den Höhepunkten einer Korfu-Reise. Es liegt an den Ausläufern des Berges Pantokrator, dem höchsten Gipfel der Insel, und wurde vor mehr als sechs Jahrhunderten von byzantinischen Küstenbewohnern als Zuflucht vor den vielen Raubzügen der Piraten genutzt. Die meisten Steinhäuser mit den Ziegeldächern stehen leer, genauso kleine Gehöfte, Hütten und Kirchen. Dennoch ist Palia Perithia touristisch erschlossen mit Restaurants und Souvenirshops.

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Innerhalb einer Stunde lässt sich der Gipfel des Pantokrators erklimmen. Von dort aus ist das Meer zu sehen, auf dem, klein wie Spielzeug, Fähren aus dem albanischen Saranda übersetzen. Die Touristen an Bord wollen das Gleiche wie alle Urlauber auf Korfu: sich bezaubern lassen vom mediterranen Flair der Insel.

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