Hier ist moderne Kunst »vierfaltig«

Vier Museen zu Kunst, Grafik, Architektur und Design unter einem Dach – visionär und einmalig ist diese »Vierfaltigkeit« der Pinakothek der Moderne in München, zudem ist sie eines der größten Sammlungshäuser in Europa. In ihrer gläsernen Rotunde als lebendigem Ort der Begegnung dominiert noch bis 14. November die riesige Skulptur »Howl« von Anish Kapoor. Jenen umfassenden Begriff moderner bildender Kunst spiegeln auch Ausstellungskonzepte wie »Au rendez-vous des amis«. Aus der ursprünglichen Idee, Stücke der Sammlung Goetz zu präsentieren, entwickelte sich ein Dialog der klassischen Moderne mit Gegenwartskunst der Sammlung zu einer Ausstellung mit nahezu unerschöpflichem Potenzial. So vereinen sich Gemälde der Künstler des Blauen Reiters mit Werken von Michael Buthe aus den 1980er-Jahren. Das expressive Gemälde »Agonie« (1912) von Egon Schiele trifft auf Lehmbrucks Skulptur des »Gestürzten« als Mahnmal für die geopferte Jugend Europas im Ersten Weltkrieg, aber auch auf Collagen von Marcel Odenbach und großformatige Fotografie von Stan Douglas zu kriegsbedingter Flucht. Die populäre Ausstellung wurde bis 16. Januar 2022 verlängert.

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