Ein smaragdgrüner Fjord in den Alpen

Über sieben Kilometer lang, zwischen steilen Felshängen und vor den verschneiten Gipfeln des Watzmann (2.713 m) wirkt der Königssee bei Berchtesgaden wie ein Fjord. Am flachen Ufer gibt das  klare, grüne Wasser den Blick frei bis auf den Grund und lockt zum Baden. Dafür ist der bis zu 190 Meter tiefe Bergsee aber eher zu kalt. Urlauber bevorzugen daher die Rundfahrt mit einem der Ausflugsboote plus Stopps an der Kapelle St. Bartholomä und dem kleinen Obersee. Nicht ohne das berühmte Echo, wenn ein Besatzungsmitglied mit der Trompete gegen den Felsen bläst – was aber nur noch ein zarter Hauch ist gegen das laute, mehrfache Donnern, als einst noch Böllerschüsse erlaubt waren. Kontrastprogramm zum Königssee ist die Bootstour über unterirdische Salzseen im nahe gelegenen Salzbergwerk Berchtesgaden. Als einziger deutscher Nationalpark in den Alpen ist das Berchtesgadener Land aber nicht nur bildschönes Naturparadies zum Wandern, Klettern und Radfahren – es ist auch historisch bedeutsam: Auf dem Obersalzberg liegen der Berghof und das Kehlsteinhaus, zwei bekannte Gebäude der NS-Zeit, deren Geschichte ein Dokumentationszentrum illustriert.