Burano – Venedigs kleine Schwester

Es ist das erste, was ins Auge fällt: Burano ist bunt, so bunt, dass sie sogar als bunteste Insel der Welt gilt. Denn die Häuser sind in ganz unterschiedlichen Farben gestrichen. Wer Fotos machen möchte, sollte die warme Nachmittagssonne abwarten, dann ist die Farbenpracht überwältigend.

Der Grund hierfür ist allerdings ganz profan: Die Fischer, die auch heute noch in der Lagune fischen, haben die Häuser bunt gestrichen, um an den langen Häuserzeilen der Kanäle besser das eigene Haus zu finden. Neben der Fischerei ist Burano berühmt für die Handwerkskunst des Spitzenklöppelns – früher eine internationale Luxusware. Einen schiefen Turm, an der Chiesa die San Martino, gibt es hier übrigens auch. Wie überall in der Lagune ist die Insel per ÖPNV erreichbar, also im Boot, oder mit der Rundtour Venedig-Murano-Burano-Torcello. Auf der Insel freut man sich nicht nur über einen kurzen Besuch, denn Burano hat von Hotel bis Airbnb etliche Unterkünfte zu bieten. Und wenn abends die Tagesgäste mit dem letzten Boot verschwinden, herrscht auf den Plätzen, in Restaurants und Bars eine Ruhe und Gelassenheit, wie sie in Venedig nicht zu finden ist.